Mikrowelle kaufen – was beachten?

Die Mikrowelle gilt in modernen Küchen inzwischen als unverzichtbar, denn sie taut auf, erwärmt, gart und grillt (falls die Funktion vorhanden ist) schneller und wesentlich effizienter als ein Herd oder Backofen. Hochwertige, moderne Mikrowellen bereiten vollautomatisch einen ganzen Hauptgang zu. Neben den Leistungseigenschaften und dem Komfort wird dennoch immer wieder darüber diskutiert, ob eine Mikrowelle gesundheitsgefährlich sein könnte. Die klare Antwort hierauf lautet: Nein, die eingesetzten Mikrowellen sind vollkommen ungefährlich.

Keine mikrobiologischen Veränderungen durch die Mikrowelle

Die Mikrowellen – elektromagnetische Wellen im Millimeter- bis Dezimeterbereich (0,3 – 3,0 GHz) – bewirken ein Schwingen vor allem der Wassermoleküle in den Speisen und damit die Erhitzung. Da Mikrowellen keine ionisierenden Strahlen sind, können sie Speisen nicht auf der mikrobiologischen Ebene verändern. Deren Nährstoffgehalt bleibt ebenfalls vollständig erhalten, wenn die Speisen nicht überhitzt werden, was moderne Mikrowellen durch ihre ausgeklügelten Programme zuverlässig verhindern. Vor allem gewichtsgesteuerte Spezialprogramme tragen dazu bei, dass die Speisenzubereitung in der Mikrowelle besser und komfortabler gelingen kann als in einem nur nachlässig beaufsichtigten Herd, der sich schließlich nicht automatisch abschaltet.

Kaufkriterien für die Mikrowelle

Die verschiedenen Funktionen – darunter ein Grill und Heißluft – sowie die Leistung, das Volumen des Garinnenraums, die Zahl der Programme und die Leistungsstufen sind wichtige Kriterien beim Kauf einer Mikrowelle, dennoch schauen viele Interessenten zuerst nach der Bedienbarkeit. Das leuchtet ein, denn bis ins Jahr 2014 gibt es einige Geräte von japanischen Herstellern, bei denen das Handbuch stets parat liegen muss, wenn die Funktionen der Mikrowelle ausgeschöpft werden sollen. Die technikbegeisterten Programmierer von Panasonic, Sharp & Co. können es selten lassen, eine Mikrowelle technisch zu überfrachten. Das ist gut gemeint, preiswerte Geräte weisen damit einen erstaunlichen Funktionsumfang auf, jedoch wünscht sich die deutsche Hausfrau, die frühmorgens schlaftrunken ein Glas Milch aufwärmen möchte, etwas ganz Einfaches, das mit einem Tipp & Handgriff zu bedienen ist.

Typen

Bedienung der Mikrowelle

Es gibt mechanische und elektronische Bedienelemente bei Mikrowellen, was nichts damit zu tun hat, dass mechanisch bediente Geräte etwa auf Elektronik verzichten. Sie bieten nur dem Nutzer Drehregler statt einer Menüführung über ein Touch-Bedienfeld an, was viele Kunden etwa bei Geräten von Bosch (versenkbarer Drehregler) sehr begrüßen. Die Drehregler regulieren Leistung und Garzeit auf unkomplizierte, wenngleich nicht hochpräzise Weise – doch darauf kommt es manchmal weniger an. Wer dennoch Wert darauf legt, sollte 30-Sekunden-Schritte am Drehregler beachten, es gibt sogar Modelle mit 10-Sekunden-Schritten. Elektronische Geräte bieten die sekundengenaue Zeiteinstellung an, können aber ein unübersichtliches Menü aufweisen. Bei Sologeräten allein zum Auftauen und Garen/Erhitzen sind mit mechanischer Bedienung per Drehregler eindeutig besser geeignet, erst bei komplexen Mikrowellen mit höchstem Funktionsumfang bietet sich die elektronische Bedienung an.

 

Funktionsumfang: Mikrowelle, Heißluft, Grillen Die Mikrowellenfunktion dient dem Auftauen und Erhitzen, sie reicht vielen Nutzern, die ein Mikrowellengerät eher nebenher benutzen. Heißluft übernimmt Backfunktionen, höherwertige Mikrowellen bringen außerdem einen Grill mit. Dieser kann sehr leistungsfähig sein und zusammen mit Mikrowelle und Heißluft – die Funktionen sind untereinander zu kombinieren – tatsächlich komplette Mittagsgerichte zubereiten. Auch für die aufgebackenen Sonntagsbrötchen, knusprige Hähnchenschenkel oder Pizzen sind Grill und Heißluft wertvoll, weshalb sich der eher geringe Aufpreis für diese Funktionen durchaus lohnt. Leistung, Programmvielfalt und Reinigung Die Leistungsaufnahme, der Garinnenraum und die Vielfalt unterschiedlicher Programme erhöhen den Komfort und die Möglichkeiten einer Mikrowelle. Dazu gehören beispielsweise gewichtsabhängige Programme, die ein sehr genaues Zubereiten ermöglichen. Bei der Reinigung gibt es klare Vorteile der Mikrowellen mit Keramikinnenraum und Dampfreinigung, diesen Komfort dürften sehr viele Nutzer schätzen.

Ist Kochen mit der Mikrowelle ungesund?

Ruck zuck zubereitet: Kochen in der Mikrowelle ist praktisch und ungefährlich. Gesunde Ernährung ist nicht abhängig von der Zubereitung in der Mikrowelle, sondern von den Lebensmitteln.

Wer sie einmal benutzt hat, möchte nicht mehr auf sie verzichten: Die Mikrowelle. Ein Mikrowellengerät ist für das Erwärmen und Zubereiten von Speisen nicht nur ungeheuer praktisch, es spart auch sehr viel Zeit. Das Gerücht, dass die Mikrowelle schädlich sein, hält sich jedoch immer noch hartnäckig. Dabei sind Mikrowellengeräte weit besser als ihr Ruf. Kochen in der Mikrowelle ist weder gefährlich noch in irgendeiner Weise schädlich.

Schnelles Garen dank elektromagnetischer Wellen
Genau wie die Zubereitung am Herd ist auch das Garen in der „schnellen Welle“ ein thermisches Verfahren, das Speisen durch Erhitzen aufwärmt oder gart. Bei diesem Vorgang werden die Zellen in den Lebensmitteln durch elektromagnetische Wellen zum Schwingen gebracht, wodurch sie sich erwärmen. Moderne Mikrowellengeräte sind anders als die Konstruktionen der Anfangszeit sehr sicher und keine der elektromagnetischen Wellen kann beim Betrieb nach außen geraten. Ist die Tür noch offen, schaltet sich das Gerät erst gar nicht ein.
Die einzige Gefahr beim Kochen mit der Mikrowelle besteht wie beim Kochen mit Herd oder Backofen, darin, dann man sich verbrennen kann. Da die Mikrowellen Speisen nicht immer gleichmäßig erwärmen, kann es schon einmal vorkommen, dass man sich an einem sehr heißen Bissen quasi die Zunge verbrennt. Das passiert, selbst wenn sich die Speise an der Oberfläche nur mäßig warm anfühlt. Am besten, man achtet bei der Zubereitung genau auf die angegebene Zeit und wartet nach dem Erhitzen noch etwas ab, bis sich die Wärme gleichmäßig verteilt hat. Besonders, wer einen Säugling zu versorgen hat, sollte genau auf die Angaben achten.

Funktionsweise von Mikrowellen

Mikrowellen sind elektromagnetische Wellen, deren Nutzen zum Aufwärmen von Speisen in den 1940er Jahren von Percy Spencer erkannt wurde.

Spencer arbeitete für die Rüstungsfirma Raytheon mit Magnetronen, als Schokolade in seiner Tasche schmolz. Da er keine direkte Wärmequelle dafür finden konnte, führte er dies auf die elektromagnetischen Wellen des Magnetrons zurück und bereitete zur Bestätigung seiner Hypothese unter anderem Popcorn zu. 1947 baute Spencer schließlich für Raytheon den ersten Mikrowellenherd, der mit 1,80 m und 340 kg noch weit von unseren modernen Mikrowellengeräten entfernt war.

Herzstück eines Mikrowellengeräts ist also ein Magnetron, das elektromagnetische Strahlung erzeugt, die die Wassermoleküle in Speisen in Schwingung versetzt, wodurch diese wiederum Wärmeenergie erzeugen. Die heißen Wassermoleküle geben ihrerseits die Wärme an andere, benachbarte Moleküle ab, wodurch sich die gesamte Speise erwärmt. Mikrowellengeräte sind so konstruiert, dass die elektromagnetischen Wellen sich nur innerhalb des Geräts ausbreiten, also nicht nach außen dringen können.

Übrigens kann man mit Mikrowellen viel mehr als nur das Essen aufwärmen. Mit etwas Erfahrung und vielleicht einem Buch zum Thema kann man ganze Menüs nur mit einem Mikrowellengerät zubereiten. Und da Mikrowellen ganz gezielt nur die Speisen erwärmen bzw. das darin enthaltene Wasser, verbrauchen sie weniger Energie als es beim Erwärmen auf dem Herd der Fall ist.

Tipp: Ein bekanntes Phänomen beim Erwärmen von Speisen in der Mikrowelle sind sogenannte Hot Spots, also Stellen die heißer sind als der Rest. Darum sollte man in der Mikrowelle aufgewärmte Speisen immer erst umrühren, bevor man sie isst.

Wie genau funktioniert eine Mikrowelle?

Mikrowellen arbeiten mit Radiowellen (siehe Mikrowellen bei Wikipedia), welche etwa rund 2500 Megahertz bzw. 2 Gigahertz stark sind. Diese Radiowellen haben die interessante Eigenschaft, dass sie von Wasser, Fetten und Zucker absorbiert werden. Diese Absorption wird direkt in atomare Bewegung  umgewandelt, wodurch Wärme erzeugt wird. Es ist nicht die Bewegung der Mikrowellen selbst, die Wärme erzeugt, sondern die Bewegung der angeregten Teilchen in der Nahrung. Die meisten Kunststoffe, Keramik oder Glas absorbieren diese Wellen nicht, was bedeutet, dass diese Objekte Mikrowellen sicher sind. Daher besteht auch das Zubehör für Mikrowellen aus diesen Materialien. Bei Metall hingegen ist es genau anders.

Dieses Material reflektiert die Mikrowellen/Radiowellen. Treffen dann bei der Reflektion Wellen auf eine andere Welle, kommt es zur Funkenbildung. Es kann auch dazu kommen, dass die Mikrowellen Funken erzeugt, wenn nicht im inneren der Mikrowelle ist und die Wellen aufeinander treffen (Abbildung rechts von http://img.webme.com/pic/-/-dasleben-/lastscan.jpg).

Das Magnetron im Inneren einer Mikrowelle verwendet magnetische Energie um Mikrowellen zu erzeugen. Neuere Modelle verwenden Leiterplatten anstelle der alten Trafos bzw. Kondensatoren. Somit sind die neuen Mikrowellen Modelle energieeffizienter, obwohl die gesamt Funktion gleich bleibt.

Unterschiede zu normalen Backöfen

Im Gegensatz zu einem herkömmlichen Ofen, wo die Wärme erst einmal durch die Nahrung durchdringen muss, kann die Mikrowelle die Nahrung gleichmäßig in allen Schichten erwärmen, da bei der Mikrowelle alle Partikel simultan angeregt werden. Um zu gewährleisten, dass die Speisen auch wirklich gleichmäßig erhitzt werden, sollte die Mikrowelle eine drehbare Platte im Inneren haben, denn die Mikrowellen werden nur von einer Seite abgegeben. In der Mikrowelle selbst bleibt die Temperatur gleich der Temperatur des Raumes, wo sie steht, somit ist es nicht möglich mit ihr eine Kruste zu bilden. Daher sind einige Mikrowellenessen in einem Pappkarton verpackt und mit einer Folie bedeckt. Die Folie reagiert auf die Mikrowellen/Radiowellen und entwickelt eine starke Hitze – diese Hitze wirkt auf den Teig und führt zur Krustenbildung.

Können Mikrowellen aus der Maschine entweichen?

http://www.uni-saarland.de/fak7/hartmann/cfn/Bilder/Mikrowellen1.png

http://www.uni-saarland.de

Die Frage ob die Radiowellen/Mikrowellen aus der Mikrowelle entweichen können – Nein. Die Mikrowellen besitzen eine Wellenlänge von 12,4 cm. Jede leitende Oberfläche, welche kleinere Löcher als die Wellenlänge besitzt würde die Wellen eher reflektieren, als die Wellen passieren zu lassen. Somit ist die Strahlenbelastung immer noch sehr gering und Sie sicher davor.

Trotz einiger aufkommenden Mythen, gibt es bis dato keine bekannten Gesundheitsrisiken, welche durch den Verzehr von Mikrowellenessen aufgetreten sind. Mikrowellen nutzen nicht-ionisierende Strahlung, welche keine Veränderung an der DNS auslösen. Kontrollieren Sie Ihre Mikrowelle öfter einmal auf eingetretene Schäden, welche zum Austritt der Wellen führen könnten.

Bilderquellen:
Webme.com unter http://img.webme.com/pic/-/-dasleben-/lastscan.jpg und Universität Saarland http://www.uni-saarland.de/fak7/hartmann/cfn/Bilder/Mikrowellen1.png

Wie reinigt man eine Mikrowelle richtig?

Hier finden Sie eine Step by Step Anleitung zum richtigen Reinigen einer verschmutzen Mikrowelle:

1. Schritt

Drehen Sie den Ofen zu sich, damit Sie optimal heran kommen und ziehen Sie den Netzstecker aus der Steckdose, bevor Sie mit dem Reinigen beginnen.

2. Schritt

Halten Sie das Innere des Ofens sauber. Spritzer von Speisen oder Flüssigkeiten an den Wänden der Mikrowelle können Sie mit einem feuchten Tuch reinigen. Verwenden Sie nur ein mildes Reinigungsmittel, sollte der Ofen einmal stärker verschmutzt sein. Vermeiden Sie den Einsatz von Spray oder anderen scharfen Reinigungsmitteln, da diese Striche auf der Oberfläche verursachen können, glänzende Oberflächen ermatten lassen oder verfärben können.

3. Schritt

Die äußere Oberfläche sollte mit einem feuchten Tuch gereinigt werden. Um Schäden an den operativen Teilen im Inneren des Ofens zu verhindern, sollten Sie vermeiden, dass Wasser in die Lüftungsschlitze eindringt.

4. Schritt

Wischen Sie die Tür inkl. das Fenster auf beiden Seiten, die Türdichtungen, sowie angrenzende Teile regelmäßig mit einem feuchten Tuch ab, um alle Verschmutzungen oder Spritzer zu entfernen. Auch hier sollten Sie keine scharfen Reinigungsmittel verwenden.

5. Schritt

Vermeiden Sie, dass das Bedienfeld nass wird. Hier sollten Sie nur mit einem leichten feuchten Tuch wischen. Lassen Sie die Tür geöffnet während Sie das Bedienfeld reinigen, so vermeiden Sie, dass Sie versehentlich die Mikrowelle einschalten.

6. Schritt

Sollte sich Dampf an der innen bzw. außen Seite der Ofentür sammeln, dann wischen Sie diesen mit einem weichen Tuch ab. Dies kann auftreten, wenn die Mikrowelle unter Bedingungen hoher Luftfeuchtigkeit betrieben wird. Es ist ganz normal und sollte Sie nicht beunruhigen.

7. Schritt

Gelegentlich ist es notwendig, den Glasteller zum Reinigen heraus zu nehmen. Waschen Sie die Schale mit warmen Seifenwasser ab oder stellen Sie den Teller in die Spülmaschine.

8. Schritt

Den Walzen-Ring am Boden der Mikrowelle sollte regelmäßig gereinigt werden, um übermäßigen Lärm zu vermeiden. Dazu wischen Sie die Unterseite der Mikrowelle mit einem milden Reinigungsmittel ab. Der Walzen-Ring kann in einer milden Seifenlauge oder in der Spülmaschine.

9. Schritt

Gerüche in der Mikrowelle entfernen Sie indem Sie eine mikrowellengeeignete Schüssel nehmen und diese mit einer Kombination aus Wasser und Zitronensaft füllen. Lassen Sie nun die Mikrowelle mit der Tasse für 5 Minuten laufen. Anschließend wischen Sie noch einmal gründlich durch und trocknen alles mit einem weichen Tuch.

10. Schritt

Sollte es notwendig werden die Innenraumbeleuchtung auszutauschen, dann wenden Sie sich bitte an Ihren Händler oder einen Service-Techniker.